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14. März 2017
Kategorien: 1/2017, zid:view, staff

Hinter den Kulissen Teil 1: u:stream – Audio- & Videostreaming

In der Reihe „Hinter den Kulissen“ stellen wir die Menschen vor, die die Services des ZID ins Leben rufen, betreuen und erneuern. Im 1. Teil sprechen wir mit Markus Hintermayer, Leiter des Teams Streaming Services.


Markus Hintermayer

Mit seinen mehr als 400 Services stellt der ZID sicher, dass MitarbeiterInnen und Studierenden der Universität Wien eine umfangreiche Palette an IT-Services zur Verfügung steht. Dies reicht von der persönlichen Beratung durch den Helpdesk des ZID über die Betreuung der mehr als 10.000 Telefonnebenstellen bis hin zur Wartung der Arbeitsplätze in den Computer Rooms. Doch wer steckt eigentlich hinter der Bereitstellung all dieser Services?

Im 1. Teil der Reihe sprechen wir mit Markus Hintermayer, dem Leiter des Teams Streaming Services in der Abteilung Campus Information & Business Intelligence Services (CIBIS) des ZID über u:stream, mit dem in 16 Hörsälen der Universität Wien Lehrveranstaltungen aufgezeichnet und live übertragen werden können. Markus Hintermayer ist seit März 2010 beim ZID und stellt mit seinem vierköpfigen Team sicher, dass ein problemloses Streaming der Lehrveranstaltungen möglich ist.

Berichten Sie uns von den Anfängen des Services, seit wann gibt es schon u:stream an der Universität Wien?

Markus Hintermayer: Begonnen hat u:stream als „Projekt Vorlesungsstreaming“ im Sommersemester 2010. Das Service wurde als gemeinsames Projekt des ZID mit dem Center for Teaching and Learning (CTL) entwickelt, wobei der ZID stets für die technischen Agenden verantwortlich war. Eine große Herausforderung war damals, dass man hier noch ziemliches Neuland betreten hat.

Wie viele Hörsäle boten zu Beginn das Streaming-Service an? Gab es Hürden bei der ersten Inbetriebnahme?

Markus Hintermayer: Vor Beginn des Projektes Vorlesungsstreaming wurde Aufnahmeequipment vom ZID zur Verfügung gestellt, in der Regel hat jemand direkt vor Ort mitgefilmt. Mit Beginn des Projekts wurden in einem ersten Schritt vier Hörsäle dauerhaft mit Streaming-Technik ausgestattet. Die teilweise noch sehr alte Hörsaal-Technik hat uns mitunter vor große Herausforderungen gestellt, um Aufzeichnungen in brauchbarer Qualität anfertigen zu können. Sehr herausfordernd war auch ein Semester, in dem wir Vorlesungen der Universität Wien aufgrund des hohen Studierendenaufkommens vormittags live in ein Kino übertragen haben und nachmittags in Hörsäle der MedUni. Damit konnten wir das Platzproblem gut umgehen, aber der Vorbereitungsaufwand war gewaltig, sodass wir uns entschlossen, vermehrt In-House-Streaming anzubieten. 

Das Streaming-Service wird einer großflächigen Erneuerung unterzogen. Worauf muss hier besonders geachtet werden?

Markus Hintermayer: Das Streaming- Equip­ment in den Hörsälen war zu einem bestimmten Zeitpunkt veraltet, auf Wünsche der KundInnen konnten wir nicht mehr eingehen. Wichtig ist, dass nicht einfach ein einzelnes Element ausgetauscht wird, da dies unweigerlich einen „Rattenschwanz“ an Veränderungen mit sich gezogen hätte. Dadurch entschieden wir uns, die Struktur von u:stream grundsätzlich zu erneuern und zukünftig auf die Software Opencast zu setzen. Das schafft die Basis für bessere Qualität und mehr Möglichkeiten für die NutzerInnen. Auch eine Ausweitung des Streaming-Services auf weitere Hörsäle könnte mit der Software Opencast umgesetzt werden – immerhin wird so an der University of Manchester in über 100 Hörsälen gestreamt!

Was ist Ihnen bei der Bereitstellung von u:stream wichtig?

Markus Hintermayer: Da ich ursprünglich viele Projekte im E-Learning-Bereich betreut habe und erst danach zum Streaming gekommen bin, ist es mir ein besonderes Anliegen, u:stream immer im Kontext mit den E-Learning-Services zu sehen. Eine große Vereinfachung war die Erstellung des Weißbuchs AV-Medientechnik durch unsere KollegInnen der Abteilung Communication Networks & Infrastructure. Dieses hält fest, wie die Hörsäle ausgestattet sein müssen. Viele Hörsäle wurden seither modernisiert. Das erleichtert unsere Arbeit. Zu den Anfangszeiten von u:stream mussten wir noch in jedem Hörsaal vor Ort nachsehen, welches Equipment verbaut war, um Unzulänglichkeiten so gut es ging auszugleichen. Die ständige Verbesserung und Ausweitung des Services ist natürlich ein wichtiger Faktor – mit dem Modernisierungsprozess machen wir einen großen Schritt vorwärts in diese Richtung.

Was sind Ihre Ziele für u:stream?

Markus Hintermayer: Zuvorderst ist dies die erfolgreiche Umsetzung der Modernisierung und die gezielte Vorbereitung auf die Maßnahmen im Wintersemester 2017/2018. Wir schaffen dadurch eine ideale Basis, um u:stream kontinuierlich weiterentwickeln zu können. Wir möchten stets offen sein für die Entwicklungen und Anforderungen, die noch auf uns zukommen werden. Um Lehrende und Studierende optimal zu unterstützen, braucht es eine stabil laufende, gut skalierende und möglichst zukunftsfeste Lösung – ich bin sehr zuversichtlich, dass wir diese Punkte mit dem Streaming-Service ab 2018 abdecken können. [red]


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