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4. Oktober 2011
Kategorien: 3/2011, staff, software

Neue Backup-Software: Time Navigator von Atempo im Einsatz


Bandroboter der Universität Wien mit neuer Software

Seit vielen Jahren ist am Zentralen Informatikdienst ein zentrales Backup-System im Einsatz: Kernstück ist eine Bandbibliothek IBM TS3500 mit fast 3000 Bandkassetten, die mehr als 2 Petabyte (10^15 Byte) an Daten speichern können. Ein Roboter holt die für das Sichern und Wiederherstellen der Daten benötigten Kassetten und legt sie automatisch in die zehn Bandlaufwerke ein. Als Backup-Software war bisher der Tivoli Storage Manager von IBM im Einsatz.

Nachdem dieses System reibungslos funktionierte, hatten wir nicht die Absicht, daran in absehbarer Zeit etwas zu ändern. Am 31. August 2011 lief jedoch der bisherige Software-Lizenzvertrag ab. Seit etwa einem halben Jahr waren wir in Verhandlungen bezüglich einer Erneuerung des Vertrages: Leider ist es nicht gelungen, zu für uns akzeptablen Bedingungen einen neuen Vertrag abzuschließen, der alle unsere Anforderungen deckt. Die Firma IBM stellte unerfüllbare Forderungen und konnte zu keiner weiterführenden Zusammenarbeit bewegt werden.

Aus diesem Grund steht seit ­­01.09.2011 nur eine beschränkte Lizen­zen-Anzahl zur Verfügung. Um den zusätzlichen Bedarf abzudecken, wurde eine weitere Backup-Software angeschafft: der Time Navigator von Atempo (www.atempo.com/­products/timeNavigator).

Der wesentliche Unterschied in der Funktionsweise der Systeme liegt darin, dass die TSM-Backups üblicherweise vom zu sichernden Rechner angestoßen werden, während das bei Atempo der zentrale Backup-Server besorgt. Das hat den Vorteil, dass die Ressourcen über den Tag verteilt besser ausgenutzt werden und Engpässe vermieden werden können. Beide Softwareprodukte teilen sich die Hardware (Bandlaufwerke, Roboter).

Was bedeutet das nun im Einzelnen?

Es wird zwischen „Klienten“ und „Servern“ unterschieden:

  • Klienten sind persönliche Rechner (Desktops, Notebooks). Für Klienten stehen ausreichend TSM-Lizenzen zur Verfügung. Klienten werden daher mittelfristig nach wie vor über TSM gesichert, hier ist vorerst keine Änderung geplant.
  • Ein Server ist nach der für die TSM-Lizenzierung relevanten Definition ein Rechner, der Netzwerkdienste erbringt (z.B. Fileserver, Webserver, Mailserver, Printserver und andere). Für Server steht nur eine geringe Zahl an TSM-Lizenzen zur Verfügung, daher werden alle Server hinkünftig über Atempo gesichert. Eine Sicherung über TSM ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich. [pm]

Weitere Informationen:  www.univie.ac.at/ZID/backup-aktuelles/


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