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12. Oktober 2015
Kategorien: 2/2015, staff, zid:view

u:cloud in der Wissenschaft


u:cloud-Logo

Mit Jahresbeginn 2015 startete das u:cloud-Service an der Universität Wien. Es bietet MitarbeiterInnen ortsunabhängigen Onlinespeicher für ihre Daten auf den Servern der Universität Wien. Nach 8 Monaten im Betrieb baten wir ao. Univ.-Prof. Dr. Martin Fally, Vizedekan der Fakultät für Physik, und Univ.-Prof. Dr. Claudia Theune-Vogt, Dekanin der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät, zu einem uni:it-Interview über ihre Erfahrungen mit der u:cloud.

Martin FallyInterview mit ao. Univ.-Prof. Dr. Martin Fally
uni:it: In welchen Situationen verwenden Sie die u:cloud?
Martin Fally: Wir verwenden die u:cloud im Team, wenn MitarbeiterInnen nicht hier in Wien vor Ort sind. Das ist häufig der Fall, da wir viele unserer Experimente im Ausland durchführen. Dort haben wir manchmal auch keinen VPN-Zugriff und es ist immer gut, wenn man dann die Daten in der u:cloud ablegen kann. Im Juni und Juli hatten wir zum Beispiel ein Monat Messzeit an der Neutronenforschungsanlage Institut Laue-Langevin in Grenoble. Wir waren ein Team von 4 Physikern, mindestens einer war dort, die anderen in Wien bzw. Salzburg. Vielfach ist es notwendig, rasch etwas auszuwerten, um herauszufinden, ob die vorab festgelegte experimentelle Richtung zielführend ist. Denn die Zeit, die man am Experiment verbringt, ist sehr stark limitiert. Auch wenn ein Monat lang klingt – man darf keine 2 oder 3 Stunden verschwenden.
Alternativ ist der USB-Stick natürlich schon eine Möglichkeit. Aber wie ich aus eigener Erfahrung weiß, lasse ich den dann stecken und dann sitze ich im Flugzeug und denke mir: „Das war keine so gute Idee.“
Wir können aber auch an Publikationen arbeiten, indem wir Texte, Bilder und Daten in der u:cloud ablegen und zum Beispiel gemeinsam mit dem Kollegen, der bis letzte Woche hier in Wien gemessen hat und jetzt in Saudi-Arabien sitzt, relativ unkompliziert Änderungen machen. In diesem Fall arbeiten wir gemeinsam an einer Datei – das wäre mit hin- und herschicken sehr schwierig.
uni:it: Wieso bevorzugen Sie die u:cloud gegenüber anderen Diensten wie z. B. Google Drive?
Martin Fally: Ich finde es gut, dass es die u:cloud gibt, da wir unsere Daten ungern auf Google Drive und ähnliche Plattformen auslagern. Das ist ein Punkt, der mir sehr wichtig ist: Die Daten an einer Stelle zu haben, wo sie hingehören, nämlich an der Uni Wien.
uni:it: Haben Sie Verbesserungsvorschläge zur u:cloud?
Martin Fally: Mit der technischen Umsetzung oder auch mit der Geschwindigkeit, glaube ich, gibt es noch Luft nach oben. Aber ich weiß, dass man mit Google-Services nicht konkurrieren kann, das wäre eine völlig absurde Vorstellung. Wenn ich will, dass meine Daten an der Universität Wien liegen, und wenn mir Privacy etwas wert ist, dann kann ich woanders Abstriche in Kauf nehmen.

Claudia Theune-VogtInterview mit Univ.-Prof. Dr. Claudia Theune-Vogt
uni:it: Welche Daten speichern Sie in der u:cloud?
Claudia Theune-Vogt: Ich greife darauf zurück und speichere Daten dort, wenn mehrere Leute an einem Projekt arbeiten, sodass ein gemeinsamer Zugriff notwendig ist. Man muss dann nicht mit dem USB-Stick herumlaufen, der oft sowieso von der Kapazität nicht ausreicht. Ich bin Archäologin und wir arbeiten viel mit Bilddaten. Ich war jetzt 10 Tage in den Alpen, wo wir mittelalterliche Fundplätze fotografiert haben. 10 GB, die bis jetzt in der u:cloud verfügbar waren, überschreitet das locker; allein ein paar hochauflösende Bilder – gemacht mit Kameras, die auch das RAW-Format speichern. Zwar finde ich es wunderbar, jetzt einen geschützten Bereich innerhalb der Universität zu haben, der nicht auf kommerzielle Anbieter wie Dropbox zurückgreift, aber der Speicherplatz auf der u:cloud ist für mich immer knapp. Ich würde sehr darum bitten, dass der Speicherplatz deutlich erhöht wird.
uni:it: Haben Sie sonst noch Feedback zur u:cloud?
Claudia Theune-Vogt: Ja, ich habe den Wunsch, dass auch Studierende Schreibrechte in der u:cloud bekommen können. Denn ich mache gerne Publikationen mit Studierenden und wenn die Daten nicht in der Dropbox abgelegt werden sollen, sondern in der u:cloud – was wirklich vernünftig ist – dann müssen die Studierenden die Daten auch bearbeiten dürfen. 
uni:it: Verwenden Sie für den Zugriff auf die u:cloud nur den Browser oder auch die Smartphone-App?
Claudia Theune-Vogt: Ich verwende die Browseranwendung. Weiter bin ich bis jetzt noch nicht gekommen. Kann ich das am Smartphone auch?
uni:it: Ja, es gibt es eine App, die man sich herunterladen kann.
Claudia Theune-Vogt: Eine App? [Holt ihr Smartphone.] Darf ich gleich schauen?
uni:it: Ja, bitte!
Claudia Theune-Vogt: Finde ich diese App im Play Store?
uni:it: Ja, genau.
Claudia Theune-Vogt: Wie heißt die App?
uni:it: Die App heißt „u:cloud“.
Claudia Theune-Vogt: Da, Uni Wien. [Installiert die App]. Jetzt muss ich mich einloggen. So und jetzt müssten da meine Daten drauf sein? Ja, da sind meine Daten – ich bin begeistert!
uni:it: Würden Sie die u:cloud an Forschende an der Uni Wien weiterempfehlen, die sie noch nicht verwenden?
Claudia Theune-Vogt: Ja. Weil es eine sichere Sache ist und wenn die Speicherkapazitäten der u:cloud deutlich größer werden, dann sicherlich.

Die u:cloud …
… ist z. B. sehr gut geeignet für die Zusammenarbeit in Forschungsgruppen
… bietet nun Speicherplatz im Ausmaß von 50 GB! Wenn Sie für Ihr Forschungsprojekt begründet mehr Speicherplatz benötigen, wenden Sie sich bitte an helpdesk.zid@univie.ac.at
… wird stetig weiterentwickelt – senden Sie Ihr Feedback und Ihre Verbesserungsvorschläge zu u:cloud bitte an helpdesk.zid@univie.ac.at

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