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27. Februar 2018
Kategorien: 1/2018, staff, student

Hinter den Kulissen Teil 3: u:print


Person am Drucker

Der ZID der Universität Wien stellt sicher, dass MitarbeiterInnen und Studierenden eine umfangreiche Palette an IT-Services zur Verfügung steht. In der Reihe „Hinter den Kulissen“ stellen wir die Menschen vor, die die Services des ZID ins Leben rufen, betreuen und erneuern. Im dritten Teil sprechen wir mit Helmuth Hönigsperger und Markus Payer, die im Team Public Services am ZID unter anderem für u:print verantwortlich sind.

Mit u:print können Angehörige der Universität Wien Druckaufträge erstellen und an beliebigen u:print-Druckern ausdrucken. Das insgesamt vierköpfige Team stellt gemeinsam mit dem Team Server & Data Management des ZID, dem Computer Room Support und den Universitätsangestellten vor Ort (z. B. BibliotheksmitarbeiterInnen) sicher, dass die u:print-Drucker auf dem aktuellsten Stand sind, stets Druckerpapier vorhanden ist und die Toner ausreichend gefüllt sind.  

Berichten Sie uns von den Anfängen des Service, seit wann gibt es u:print an der Universität Wien?

Helmuth Hönigsperger: Das Drucksystem des ZID wurde 1998, also genau vor 20 Jahren, gemeinsam mit den öffentlichen Computer Rooms (Anm. IT-News: früher PC-Räume genannt) im NIG, am Campus und dem UZA eingeführt. Damals verwendeten wir Schwarz-Weiß-Laserdrucker von HP, die wir für unsere Bedürfnisse umgebaut haben.

Markus Payer: Das System war damals noch ein ganz anderes. Gedruckt werden konnte nur von speziell ausgewiesenen Rechnern, die an externe Terminals angeschlossen waren. Wollte man etwas ausdrucken, so musste man den Druckjob zuerst absenden und sich danach am Terminal anmelden. Der Terminal zeigte das an, was man heute auf den Bildschirmen der u:print-Drucker sehen kann – danach wurde der Auftrag vom Terminal an den Drucker weitergeleitet. Natürlich war man hier noch limitiert: Es konnte nur in Schwarz-Weiß und im Format A4 gedruckt werden.

Druckstation mit Terminal und Kartenlesegerät, 2007

Wie viele Drucker gab es zu Beginn des u:print-Service?

Helmuth Hönigsperger: Nach den Hauptstandorten kamen relativ schnell öffentliche externe Computerräume hinzu, die mit Druckstationen und Terminals ausgestattet wurden. Wir hatten zu Beginn 22 dieser Drucksysteme mit Geräten der Firma HP. Im Februar 2008, 10 Jahre nach Einführung des ZID-Drucksystems, sind wir auf das neue Canon-System umgestiegen. Das war die bisher größte Umstellung im Bereich u:print.

Derzeit wird das u:print-Service erneut aktualisiert – worauf muss hier besonders geachtet werden und was sind die größten Änderungen?

Helmuth Hönigsperger: Wir stellen zurzeit alle Standorte auf die dritte Generation der Canon-Drucker um. So wie es 2008 eine große Umstellung war, wird es auch diesmal ein paar Änderungen im Service geben.

Markus Payer: Als wir 2008 von der selbst gebastelten Lösung auf die Industrielösung von Canon umgestiegen sind, gab es u:print nur für Studierende. 2013 wurden die ersten u:print-staff-Geräte für MitarbeiterInnen eingeführt, die von Anfang an neben dem Drucken auch das Kopieren und Scannen anboten. Bei den u:print-Geräten für Studierende werden diese Funktionen nun im Zuge der aktuellen Umstellung an allen Standorten möglich sein. Das Drucken war ab 2008 auch in Farbe und im Format A3 möglich und mithilfe von VPN konnte der Druckauftrag von zu Hause oder unterwegs abgesendet werden. Man musste also nicht mehr erst einen Computer Room aufsuchen, um seinen Druckjob abzusenden.

Einführung des neuen Drucksystems mit neuen u:print-Druckern und Kartenlesegeräten, 2008

Helmuth Hönigsperger: Wir betreuen mittlerweile 92 u:print-Drucker an der Universität Wien. Bei der Erneuerung wird nicht nur die Hardware komplett ausgetauscht, sondern weitere Funktionen kommen hinzu, wie das Einloggen und Bezahlen mit der u:card. Daher stehen wir vor einigen Herausforderungen. Wir haben bereits seit 4 Jahren nach einer neuen Bezahlfunktion gesucht, da die derzeitigen Kartenlesegeräte nicht mehr hergestellt werden. Als die u:card als neuer Studierendenausweis spruchreif wurde, schlossen wir uns dem Projekt an. Nachdem wir mit der Erneuerung der Geräte auch die Server aktualisieren mussten, wurde das Mobile Printing ermöglicht, welches wir ab 9. April nun an allen u:print-Geräten anbieten. Damit ist das Drucken direkt vom Smartphone oder Tablet möglich.

Neue Features lassen alte Hinweise oft in Vergessenheit geraten. Welche Tipps können Sie den NutzerInnen von u:print mitgeben?

Helmuth Hönigsperger: Den Hinweis, dass Farbausdrucke auch wirklich als solche abgesendet werden müssen, kann ich nicht oft genug wiederholen. Wenn der Druckjob in Schwarz-Weiß gesendet wurde, kann er nachher am Drucker nicht mehr auf Farbdruck geändert werden. Anders ist es bei den anderen Einstellungen, wie z. B. beidseitiges Drucken und Heften – diese können auch nach Absenden des Druckauftrages noch geändert werden.

Markus Payer: Wichtig beim Drucken vom USB-Stick ist, dass Dokumente immer so ausgedruckt werden, wie diese vorher abgespeichert wurden. Möchte man sein farbiges PDF-Dokument nun in Schwarz-Weiß ausdrucken, muss man das in den Einstellungen am Drucker ändern. Erst dann sollte „Drucken“ gewählt werden.

Das Service hat bereits einige Veränderungen hinter sich gebracht – wie sieht nun der Blick in die Zukunft von u:print aus?

Helmuth Hönigsperger: Wenn das neue u:print-Bezahlsystem auf Schiene ist, haben wir vorerst einmal alle technischen Neuerungen abgeschlossen. Wir sind nun bei über 90 Druckern angelangt. Während bei den u:print-Geräten für Studierende nur noch die letzten Fachbibliotheken ausgestattet werden müssen, kommen zu den u:print-staff-Geräten laufend neue Anfragen herein. Wir werden natürlich sehen, ob mit den neuen Features von u:print ein größerer Bedarf besteht. Wir sind froh über die Unterstützung durch das Universitätspersonal an den jeweiligen Standorten, das Service ist mittlerweile wirklich gut eingespielt. Für die Zukunft können wir uns nur wünschen, dass es weiterhin eine solch gute Zusammenarbeit geben wird.

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u:print in Zahlen

  • 2014 wurden 4,2 Mio. A4-Seiten ausgedruckt
  • 2018 gibt es 92 u:print-Drucker an den Standorten der Universität Wien

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